Projekt:
Ein traditionsreiches Metallbauunternehmen realisierte in Samstagern den Neubau seiner Werkhalle. Die beengten Platzverhältnisse im historischen Stadtkern von Richterswil führten die nachrückende Unternehmergeneration dazu, neue Wege zu gehen.
Der Entwurf folgt der Logik des «Einfachen und Zirkulären Bauens». In der hybriden Konstruktion werden Beton, Stahl und Holz entsprechend ihren jeweiligen Eigenschaften eingesetzt: Beton sichert den Hang, der Stahl-Skelettbau ermöglicht grosse Spannweiten mit minimalem Materialaufwand und der Holzbau übernimmt die Wärmedämmung sowie die Grundlage für die vorgehängte Fassade.
Die Bauteile sind so gefügt, dass sie anpassbar, austauschbar und demontierbar bleiben. Wo immer sinnvoll und möglich, wurden bestehende Bauteile wiederverwendet.
Damit ist die Werkhalle ein Pionierprojekt für ReUse und zirkuläres Bauen. Sie zeigt, dass vermeintlicher «Abfall» als wertvoller Wertstoff verstanden werden kann – und dass im bestehenden Gebäudepark der Schweiz ein enormes Potenzial für zukünftige Bauteilminen liegt.
Erbrachte Leistung:
Projektentwicklung Holzbau, Holzbauplanung, Montagebau in Holz
Quelle und Fotos/Bildrechte: Hotz Partner AG SIA
Nutzung:
Gewerbe, Industrie
Bauherr:
KMR Immobilien AG / Keller Metallbau AG
8805 Richterswil
Architektin:
Hotz Partner AG SIA
Elina Geibel
8820 Wädenswil
Baujahr:
2025
Kontakt:
Remo Brändli, Artho Holz- und Elementbau AG